13. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V.

Behandlung des erkrankten Individuums

Vom 2. bis 4. Mai tagten in München rund 350 Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, um sich über derzeitige Neuerungen sowie Erkenntnisse im Bereich Prävention und Anti-Aging auszutauschen und zu informieren.

Foto: artmedia
Der neue Vorstand der GSAAM: Prof. Dr. Dr. med. Alfred Mueck, Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, Dr. med. Eva-Maria Meigel, Dr. med. Kira Kubenz, Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk und Prof. Dr. med. Johannes Böck. Es fehlt Prof. Dr. Johannes Huber.

Dazu eingeladen hatte die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin (GSAAM e.V.). Unter Leitung und wissenschaftlichem Vorsitz von Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, Düsseldorf, und GSAAM-Präsident Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk, Fürth, setzten sich die Teilnehmer dabei auch mit der „Personalisierten Medizin“ auseinander. Das diesjährige Schwerpunktthema der Konferenz lautete: Personalisierte Medizin – Lebensstilmodifikation, die grundsätzliche Herausforderung der Präventionsmedizin.

Schon Hippokrates wies darauf hin, dass die Aufgabe eines Arztes nicht die Heilung der Krankheit sei, sondern die Behandlung des erkrankten Individuums. Jeder Patient sollte in der „Personalisierten Medizin“ unter Einbeziehung aller individueller Gegebenheiten über die Krankheitsdiagnose hinaus behandelt werden. Die aktuellen Vorgaben der Wirtschaftlichkeit, die das ärztliche Handeln in Praxen und Kliniken mehr und mehr bestimmen, scheinen diesen wichtigen Grundsatz der Medizinethik in Gefahr zu bringen.

Fortschritt der genetischen Diagnostik

Die neue Epoche der personalisierten Medizin, die geprägt ist durch den Fortschritt der genetischen Diagnostik, bietet dabei vielseitige Betrachtungsansätze. Außerdem bedeutet dies auch ein ganz neues Tätigkeitsfeld in der Präventions- und Anti-Aging Medizin.

Dementsprechend facettenreich und umfassend war das wissenschaftliche Programm am zweiten Konferenztag. In mehreren großen Themenblöcken wurde das neue Tätigkeitsfeld beleuchtet und kontrovers diskutiert:

  • Personalisierte Medizin I (Vorsitz: Prof. Dr. med. Alfred Mueck, Tübringen) 
  • Genetik/Epigenetik (Vorsitz: Dr. med. Kira Kubenz, Msc., Hamburg)
  • Ernährung (Vorsitz: Dr. med. Jan Fauteck, Kalletal)
  • Bildgebende Verfahren (Vorsitz: Prof. Dr. med. Johannes Böck,Msc., München)
  • Mit Herz und Hirn das Leben meistern (Vorsitz: Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, Düsseldorf)
  • Ästhetik (Vorsitz: Dr. med. Eva-Maria Meigel, Hamburg)
  • Burnout: Individuelle Krankheit oder Massenpsychose - Eine Klarstellung (Vorsitz: Prof. Dr. med. Alfred Wolf, Ulm)
  • Dermatologie (Vorsitz: Dr. med. Eva-Maria Meigel)

Für großen Zuspruch unter der Ärzteschaft sorgte auch der diesjährige Festvortrag von Prof. Dr. med Hans Förstl, München: „Demenz: Perspektiven personalisierte Prävention“. Förstl ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Seit 1997 ist er Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München.

Ergänzt wurde das wissenschaftliche Programm der GSAAM durch einen Workshop-Tag, der am 2. Mai stattfand. Dabei konnten sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen intensiv mit einer sie interessierenden Thematik auseinandersetzen und mit dem jeweiligen Referenten diskutieren.

Verleihung der GSAAM-Awards


Eine Neuerung und auch gleichzeitig ein Programmhöhepunkt auf der GSAAM-Konferenz war die Verleihung des GSAAM-Awards. Dieser wurde in zwei Kategorien verliehen: 1. Katagorie: Wissenschaft, 2. Kategorie: Öffentlichkeit. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis für die beste wissenschaftliche Arbeit ging an Prof. Dr. med. Josefa Schreiner-Hecheltjen aus Essen. Sie wurde aufgrund ihrer außerordentlichen Arbeit zum Thema „Qualitätsmanagement – Konzepte für die Präventionsmedizin, Empfehlungen auf der Basis der ISO-Normen für Praxis und Klinik“ geehrt. Den GSAAM-Award in der zweiten Kategorie erhielt Dr. med. Johannes Gutwald, Gars am Inn. Er wurde von der GSAAM für sein Projekt „Der kleine Zauberer“ ausgezeichnet. Dieses Projekt soll Kindern aufzeigen, dass gesunde Ernährung sehr wichtig ist und sie den vermehrten Verzehr von Süßigkeiten oder Getränken mit zu hohem Zuckeranteil verringern bzw. vermeiden sollten.

Präsident und Präsidium einstimmig gewählt

Auf der sich anschließenden Mitgliederversammlung der GSAAM fanden auch die Vorstandswahlen statt. Sowohl Präsident als auch Präsidium wurden einstimmig gewählt. Präsident ist weiterhin Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk. Die weiteren sechs Vorstandsmitglieder sind: Dr. med. Eva-Maria Meigel, Dr. med. Kira Kubenz, Prof. Dr. med. Uwe Nixdorff, Prof. Dr. Johannes Böck, Prof. Dr. Dr. med. Alfred Mueck und Prof. Dr. Dr. med. Johannes Huber aus Wien.

Die gut besuchten Vortragssäle und Workshops sprachen für die Aktualität der Themen der 13. Konferenz. Darüber waren sich auch der GSAAM-Vorstand sowie die Aussteller und Teilnehmer einig. „Die Tagung war ein voller Erfolg mit vielen interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen“, fasste Kleine-Gunk zusammen.kg

Die 14. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Anti-Aging und Prävention Medizin findet vom 1. bis 3. Mai 2014 in München statt.

Weitere Informationen unter www.gsaam.de

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