8. Deutscher Wundkongress in Bremen

Prävention, Diagnostik, Innovation

Der Deutsche Wundkongresses findet am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. Mai 2014, zum achten Mal auf dem Bremer Messegelände statt und stellt die europaweit größte interdisziplinäre Tagung auf diesem Sektor dar.

 

Foto: Jan Rathke
Alles dreht sich um das Thema Wunde beim 8. Deutschen Wundkongress.

„Die Wunde ist doch schon von Keimen besiedelt – warum soll ich da noch steril arbeiten?“ Dieser Satz fasse eine in Medizinerkreisen nicht seltene Meinung zusammen, sagt Veronika Gerber von der Initiative Chronische Wunden in Quedlinburg. Solche Fehleinschätzungen durch Information abzubauen – das ist ein Anliegen des Deutschen Wundkongresses, der am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. Mai 2014, zum achten Mal auf dem Bremer Messegelände stattfindet und die europaweit größte interdisziplinäre Tagung auf diesem Sektor darstellt. Zeitgleich treffen sich zudem Ärzte sowie ambulant, stationär und akutklinisch Pflegende zu einer zweiten lang etablierten Veranstaltung: dem 10. Bremer Pflegekongress.

 

Über 50 Einzelveranstaltungen

 

Schwerpunkte des Deutschen Wundkongresses sind 2014: Prävention, Diagnostik, Innovation sowie Kommunikation. In über 50 Einzelveranstaltungen nehmen Experten detektivisch den „Tatort Wunde“ unter die Lupe. Anforderungen an die künftige Forschung und die Wundbehandlung bei Kindern sind wichtige Themen. Wie zum Beispiel der Umgang mit der seltenen, schwerwiegenden und unheilbaren Hauterkrankung Epidermolysis bullosa. „Wie in den Vorjahren wird es nicht einfach, aus der Fülle interessanter Vorträge auszuwählen. Für jeden Wundinteressierten sind praxisrelevante, wissensbasierte Beiträge von namhaften Referenten aus dem deutschsprachigen EU-Raum zu finden“, sagt Gerber.

 

Der Bremer Pflegekongress rückt in diesem Jahr neue Technologien in den Mittelpunkt. Dabei geht es um aktuelle Entwicklungen wie „Memas“, eine Tablet-PC-Anwendung für ältere Menschen mit Gedächtnisproblemen. Über ein Internetportal können Angehörige oder Pflegende zum Beispiel tägliche Termine oder Fotos einspeisen. Sie werden dann auf einer besonders einfachen Nutzeroberfläche angezeigt, berichtet Karoline Dietel vom Berliner Institut für Sozialforschung, das an der Entwicklung beteiligt war.

 

Einsatz von Hightech in Kranken- und Altenpflege

 

Andere Sitzungen beschäftigen sich kritisch mit dem Einsatz von Hightech in Kranken- und Altenpflege. „Ethische Fragen stellen sich zum Beispiel überall da, wo Technik menschliche Beziehungen ersetzen könnte“, sagt Dr. med. Heiner Friesacher. Probleme habe er persönlich mit intelligenten Wohnungen, in denen Sensoren etwa melden, ob der Kühlschrank geöffnet wird, was Rückschlüsse auf das Ernährungsverhalten zulasse. Das sei gut gemeint – „es greift aber enorm in die Privatsphäre ein“, meint der Bremer Pflegewissenschaftler, der dem wissenschaftlichen Beirat des Pflegekongresses angehört.

 

Beide Kongresse ermöglichen den Erwerb von Fortbildungspunkten und sind inklusive der Industrieausstellung mit einem Ticket zu besuchen. 2013 kamen 4.705 Interessierte in die Hallen der Messe Bremen sowie ins Congress Centrum Bremen. Online ist die Anmeldung bis Montag, 21. April 2014, möglich. Gegen einen kleinen Aufpreis ist auch die Messe LEBEN UND TOD am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Mai 2014, in Halle 6 zu besuchen.

 

Mehr Informationen unter www.deutscher-wundkongress.de und www.bremer-pflegekongress.de

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