Patientenzufriedenheit

Privatpatienten mit Wartezeit auf Hautarzttermin deutlich zufriedener als Kassenpatienten

Privatpatienten sind zufriedener mit der Wartezeit auf einen Hautarzttermin als gesetzlich Versicherte. Das zeigen die Ergebnisse des jameda Patientenbarometers 1/2016, das das Arztempfehlungsportal zweimal im Jahr erhebt.

Das jameda Patientenbarometer erhebt halbjährlich die Stimmung der Patienten in Deutschland. Wie zufrieden sind die Patienten in den einzelnen Bundesländern?
Wie beurteilen sie die einzelnen Facharztgruppen? Sind die Privatpatienten wirklich zufriedener? In welcher Stadt sind die Ärzte besonders kinderfreundlich?
Die deutschen Privatpatienten bewerten demnach ihre Dermatologen in der Kategorie „Wartezeit auf den Hautarzttermin“ mit 1,9, während die gesetzlich Versicherten nur eine 2,63 in dieser Kategorie vergeben. Auch wenn dieser Unterschied zwischen Privat- und Kassenpatienten bei der Bewertung beinahe aller Facharztgruppen auftritt, ist er bei den Dermatologen am stärksten ausgeprägt.


Bei Zahnärzten kaum Unterschiede in der Bewertung


Ein anderes Bild ergibt sich, betrachtet man die Bewertung der Zahnärzte. Die Bewertungen von Kassen- und Privatpatienten unterscheiden sich in dieser Kategorie kaum voneinander. Im Durchschnitt vergeben die Patienten eine sehr gute 1,5 für die Wartezeit auf einen Zahnarzttermin.


3-Jahres-Trend: Patienten deutlich zufriedener als im Vorjahr


Für eine positive Beurteilung eines Arzttermins durch den Patienten ist es wichtig, dass sich der Arzt ausreichend Zeit für das Gespräch nimmt. Auch bei der Bewertung der Kategorie „Genommene Zeit“ zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten. Privatpatienten vergeben eine 1,84, gesetzlich Versicherte hingegen nur eine 2,63.
Insgesamt können sich die Hautärzte 2015 über eine deutlich höhere Gesamtzufriedenheit ihrer Patienten freuen. Erhielten die Dermatologen 2013 und 2014 noch die durchschnittlichen Noten 2,52 bzw. 2,53, konnten sie ihre Bewertungen der Gesamtzufriedenheit 2015 auf die Note 2,43 verbessern.
Bayerns Ärzte haben Grund zu feiern, denn auch im Jahr 2015 führen sie den Bundesländervergleich an. Die Gesamtzufriedenheit bewerten die bayerischen Patienten mit 1,7 und verschaffen ihren Ärzten damit den ersten Platz im Ranking. Es folgen die Kollegen aus Nordrhein- Westfalen mit 1,8 sowie die Ärzte aus Hamburg und dem Saarland, die sich mit einer 1,83 den dritten Platz teilen. Etwas geringere Zustimmung erreichen die Mediziner aus Bremen, die mit der noch guten Note 2,1 den letzten Platz im Vergleich belegen.

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