Optimale Versorgung angestrebt

Verbrennungsmedizin Verbrennungsmediziner-Fachtagung in Garmisch-Partenkirchen ging erfolgreich zu Ende. Rund 400 Spezialisten für Verbrennungsmedizin entwickelten Standards für optimale Versorgung brandverletzter Patienten.

Unter dem Motto „Quo vadis Verbrennungs­medizin?“ wurde bei der DAV-Jahrestagung vier Tage lang lebhaft diskutiert. (Foto: conventus)
Unter dem Motto „Quo vadis Verbrennungs­medizin?“ wurde bei der DAV-Jahrestagung vier Tage lang lebhaft diskutiert. (Foto: conventus)

Vier Tage lang gab es lebhafte Diskussionen in einem interdisziplinären und interprofessionellen Dialog bei der 36. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV), die in Garmisch Partenkirchen erfolgreich zu Ende ging.


Entscheidende Fortschritte


Welche entscheidenden Fortschritte es im Bereich der Verbrennungsmedizin in den letzten Jahren gab, wurde beim Zusammentreffen der über 400 Plastischen Chirurgen, Kinderchirurgen, Intensivmediziner und Pflegeexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 10. bis 13.01.2018 deutlich.
„Quo vadis Verbrennungsmedizin?“ Mit dem diesjährigen Tagungsmotto wurden Evidenz und Nachwuchsgewinnung als zentrale Tagungsschwerpunkte in den Fokus gerückt. Neben Vorträgen zu Organkomplikationen und zur Intensivmedizin wurde Neues aus der „Burn unit“ vorgestellt. Weiterhin gab es Diskussionen zu neuen Studien der Narbenversorgung und zu verschiedenen Konzepten der Wundbehandlung. Weitere aktuelle Tagungsthemen waren unter anderem Innovationen und neue Untersuchungsergebnisse zum enzymatischen Debridement: Langzeitergebnisse, Kombination mit Spalthauttransplantation und weitere Forschungen. Lebhafte Diskussionen gab es zum Thema Verbrennungsmedizin im Spannungsfeld von Ethik und Ökonomie.


Interdisziplinäre fachliche und persönliche Auseinandersetzung


Im Rahmen neuer Erkenntnisse und Entwicklungen bei der Behandlung von Verbrennungen und dem Austausch aktueller Erfahrungen war die Tagung von dem Leitgedanken getragen, dass die interdisziplinäre fachliche und persönliche Auseinandersetzung aktueller Erkenntnisse mit dem Fokus auf Intensivmedizin, Infektiologie, Rekonstruktion und Rehabilitation der optimalen Versorgung brandverletzter Menschen zugute kommt. Mit dem Ziel, in spezialisierten Zentren ein bestmögliches Behandlungsergebnis für die Verletzten zu erzielen, versuchten die Experten gemeinsam, ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten immer weiter zu entwickeln und Standards in der Akut- und in der Spätphase, in der Rekonstruktion und der Rehabilitation zu definieren. „Diese Jahrestagung hat sich als gute Möglichkeit etabliert, sich über Bewährtes und Neues in der Verbrennungsmedizin intensiv auszutauschen“, betonte der diesjährige DAV-Kongresspräsident Prof. Dr. med. Henrik Menke, Zentrum für Schwerbrandverletzte in Offenbach mit eigener Intensivstation, in dem seit über 40 Jahren Patienten mit ausgedehnten Brandverletzungen betreut werden – eine der größten Spezialeinrichtungen in Deutschland.Die 37. Jahrestagung der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV) findet vom 09. bis 12.01.19 in Schladming, Österreich, statt. Kongresspräsident ist Ass.-Prof. PD Dr. med. David B. Lumenta, Schwarzl Klinik auf der steirischen Laßnitzhöhe. (ka)

Kontakt
Kerstin Aldenhoff
Tel. +49 172 3516916
kerstin.aldenhoff@conventus.de
www.dav2018.de

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