Titelthema Mai 2016

25. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V.

Perspektiven in Medizin und Ästhetik

Ende Mai findet in Düsseldorf die 25. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V. (DDL) statt. Tagungspräsident Priv. Doz. Dr. med. Peter Arne Gerber, Düsseldorf, lädt ein:

Priv. Doz. Dr. med. Peter Arne Gerber (Foto: privat)
Priv. Doz. Dr. med. Peter Arne Gerber (Foto: privat)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

ich möchte Sie herzlich zur 25. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V. (DDL), vom 20. bis 22. Mai in Düsseldorf einladen. Unter dem Motto „Perspektiven in Medizin und Ästhetik an einem besonderen Ort“ ist erstmalig das Universitätsklinikum in Düsseldorf Austragungsort dieser wissenschaftlich hochwertigen Veranstaltung. An insgesamt drei erstklassigen Veranstaltungstagen werden die besten Therapien der ästhetischen Medizin wissenschaftlich fundiert analysiert und letzte Detailfragen geklärt.

Als Tagungspräsident ist es mir ein Anliegen, die diesjährige Jubiläumstagung erfolgreich weiterzuführen, aber auch neue, innovative Elemente zu schaffen: Da das vorrangige Ziel der DDL e. V. die Aus- und Fortbildung ihrer Mitglieder ist, findet in diesem Jahr erstmalig ein Anatomiekurs mit Kadaverpräparation statt. In diesem Kurs werden den Teilnehmern die notwendigen anatomischen und praktischen Kenntnisse zur Anwendung von Fillern vermittelt. Schwerpunkt ist hierbei die Injektion und anschließende Freipräparation angefärbter Filler am eigenen Präparat.

Da bekanntlich die Theorie nicht auf die Praxis vorbereitet, werden erneut die beliebten Live-Operationen stattfinden. Dabei besteht die Möglichkeit, den Operateuren einen ganzen Tag lang über die Schulter zu schauen und während des Eingriffs Fragen zu stellen. Bewährte Behandlungsmethoden und die neuesten Operationstechniken werden kennengelernt und das neu gewonnene Wissen kann direkt in den Arbeitsalltag mitgenommen werden. Zu den Themen der Live-Operationen zählen u. a. die Korrektur des Ober- und Unterlids, die Liposuktion in Tumeszenz sowie Laser- und IPL-Anwendungen.

Wie bekannt ist, setzt sich die DDL e. V. für eine qualitätsgesicherte Lasertherapie ein und warnt eindringlich davor, sich von Nicht-Medizinern behandeln zu lassen. Aus diesem Grund wird abermals der hochwertige, firmenneutrale Laserschutzkurs angeboten. Wichtig für die Laserbehandlung am Patienten ist die nötige Fachkenntnis in der Handhabung der Gerätschaften. Nur durch eine professionelle Ausbildung können Schäden an den Organen Haut und Augen vermieden werden. Der Laserschutzkurs der DDL e. V. schließt mit einer Prüfung ab. Ist diese erfolgreich bestanden, können Ärzte die Bezeichnung ‚Laserschutzbeauftragter‘ führen und sind in den Grundlagen für den Betrieb von Lasergeräten und die Sicherheit der Laserbehandlungen in ihren Praxen oder Krankenhäusern ausgebildet.

Die rasche technologische Entwicklung bei der Herstellung der heutigen leistungsfähigen IPL- und Laser-Geräte mit fast universeller Anwendbarkeit hat zu einer explosionsartigen Verbreitung und zu einem drastischen Preisverfall geführt. Dies führte dazu, dass beide Systeme eine immer größere Verbreitung in Kosmetik- und Friseursalons gefunden haben, was wiederum durch Unkenntnis im Umgang mit den Lasersystemen zu Schädigungen der Patienten an den Organen Haut und Augen führte. Diese Schädigungen reichen von Verbrennungen über Narben bis hin zur Verschleppung von Hautkrebs. Aktuelle Studien aus den USA zeigen, dass die Nebenwirkungen bei Behandlungen durch Ärzte in den letzten Jahren gegen Null zurückgegangen sind. Bei Behandlungen durch Nichtmediziner sind die Nebenwirkungen in den letzten Jahren exponentiell angestiegen.

Um der Forderung einer gesetzlichen Regelung im Sinne der Patientensicherheit Nachdruck zu verleihen, traf sich der DDL-Vorstand im Dezember 2015 mit führenden Politikern zu einem ‚Round Table‘-Talk im Berliner Bundestag.

Dr. jur. Gwendolyn Gemke, München, zeigte den Politikern dabei die rechtliche Sichtweise auf und bot gleichzeitig entsprechende Lösungsansätze. Die Thematik fand bei den Gesundheitspolitikern starken Anklang. Vor diesem Hintergrund berichtet Frau Prof. Headersdal, Kopenhagen, auf der Jubiläumstagung über die politische Situation der Lasermedizin in Dänemark. Zu aktuellen rechtlichen Aspekten bei den Themen Behandlungsvertrag und Aufklärung referiert Gerrit Tigges, Fachanwalt für Medizinrecht und Dozent am Radzyner-Institut für Rechtsfragen der Medizin an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf.

Zur Förderung des ärztlichen Nachwuchses findet zum zweiten Mal das beliebte Resident-Seminar statt. In dieser Fortbildung werden die wichtigsten Fakten im Umgang mit Lasern, Fillern, Peelings und Botulinum an Assistenzärzte aus der Dermatologie vermittelt. Unter dem Programmpunkt ‚Team-Seminar‘ finden medizinische Fachangestellte und Praxismitarbeiter die wichtig­sten Themen aus dem Praxis- und Behandlungsmanagement wieder. Dazu zählen unter anderem die Abrechnung und Patientenaufklärung sowie rechtliche und steuerliche Grundlagen.

Um das Jubiläum gebührend zu feiern und den kollegialen Austausch zu fördern, findet am Freitagabend ein entspanntes Get-together und am Samstagabend ein eleganter Gala-Abend unter dem Motto „Let’s Dance“ statt.

 

Wir freuen uns, Sie in Düsseldorf zu begrüßen.

Herzliche Grüße

Ihr Peter Arne Gerberu

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