Spezial: Detektoren für die Lichtexposition

BAuA-Handlungshilfe Der Einfluss von Licht auf den Menschen wird seit einiger Zeit verstärkt erforscht. Dazu setzen die Forscher oft Lichtexpositionsdetektoren kommerzieller Hersteller ein. Am Körper getragen messen die Detektoren, welchen Lichtverhältnissen die Versuchsperson ausgesetzt ist.

Um mit diesen Geräten genaue und verlässliche Messergebnisse zu erzielen, sollten die Geräte vorab charakterisiert und kalibriert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht „Personenbezogene Lichtexpositionsmessungen in Feldstudien“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Zugleich enthält er eine Handlungshilfe zur Charakterisierung und Kalibrierung solcher Lichtexpositionsdetektoren.


Besonders der Blaulichtanteil beeinflusst den zirkadianen Rhythmus


Licht steuert die innere Uhr des Menschen und synchronisiert sie mit dem 24-Stunden-Rhythmus eines Tages. Besonders der Blaulicht­anteil beeinflusst den zirkadianen Rhythmus. Er wirkt sich unter anderem auf den Schlaf-Wach-Rhythmus oder die Hormonfreisetzung aus.

 

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„Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.“

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Daher befassen sich gerade im Zusammenhang mit Nacht- und Schichtarbeit immer mehr Studien mit den Auswirkungen des Lichts auf die Gesundheit der Beschäftigten. Dazu bestimmen sie deren tatsächliche Lichtexposition. Viele im Handel erworbene Detektoren unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer messtechnischen Eigenschaften. Um verlässliche Messergebnisse zu erzielen, sollte jedes Gerät vorab genau charakterisiert und kalibriert werden.


Funktionen der Detektoren genau charakterisiert


Die BAuA hat im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit Public Health England Actiwatch Spectrum-Detektoren untersucht. Dazu wurden zunächst der Linearitätsbereich, das Dunkelsignal sowie die Richtungsempfindlichkeit der Detektoren genau charakterisiert. Anschließend haben die Forschenden die Detektoren anhand des Tageslichts sowie anhand von drei herkömmlichen Beleuchtungsquellen – einer Halogen-, einer Leuchtstoff- und einer warm-weißen LED-Lampe kalibriert.
Die Beschreibung der Charakterisierung und Kalibrierung dient Forschern als detaillierte Handlungshilfe, um Actiwatch-Spectrum- oder vergleichbare Detektoren an ihre Forschungssituation anzupassen. Daneben bietet der Bericht hilfreiche Tipps zum Einsatz der Detektoren.


Forschung für Arbeit und Gesundheit


Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv.


Ressortforschungseinrichtung    

    
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.
(www.baua.de/dok/8564502)                                                                                                  www.baua.de

Publikationen
Den baua: Bericht gibt es als PDF im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Die Studie:
„Personenbezogene Lichtexpositionsmessungen in Feldstudien – Eine Handlungsanleitung zur Charakterisierung und Kali­brierung von Lichtexpositionsdetektoren“; Ljiljana Udovicic, Marco Janßen, Dennis Nowack, Luke L. A. Price; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; doi:10.21934/baua:bericht20161220; 47 Seiten.

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