8. Freiburger Wundsymposium in Denzlingen

Wundbehandlung mit Know-how für die Praxis

Unter dem Motto „Gemeinsam Grenzen überwinden“ stand das 8. Freiburger Wundsymposium am 21. März 2015 ganz im Zeichen der Interdisziplinarität. Mit über 550 Teilnehmern vermittelte die praxisorientierte Fortbildung im Bereich der Wundbehandlung wie in den Vorjahren strukturiertes und verständliches Wissen bei der zeitgemäßen Wundversorgung. Kerstin Aldenhoff berichtet für DERMAforum.

Foto: privat
Kerstin Aldenhoff

Das 8. Freiburger Wundsymposium fand am 21. März 2015 im Kultur- und Bürgerhaus in Denzlingen unter der Tagungsleitung von Prof. Dr. med. Dr. h. c. Ulrich T. Hopt, dem ärztlichen Direktor der Allgemein- & Viszeralchirurgie, sowie Dr. med. Bernd Jänigen und Christian Moosmann von der Wundsprechstunde statt. Die interdisziplinäre und praxisorientierte Fortbildung im Bereich der Wundbehandlung vermittelte strukturiertes und verständliches Wissen bei der zeitgemäßen Wundversorgung.
Unter dem Motto „Gemeinsam Grenzen überwinden“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Interdisziplinarität. Nach einer Vorstellung des Wundzentrums des Universitätsklinikums Freiburg durch Prof. Dr. med. Hauke Schumann beantworteten Expertinnen und Experten des Zentrums aus den Bereichen Angiologie, Dermatologie, Allgemein-& Viszeralchirurgie, Orthopädietechnik, Podologie sowie aus der Onkologie und Strahlentherapie gemeinschaftlich im Forum Fragen zu Diagnostik und Therapie von Wunden und medizinischer Vernetzung. Insbesondere Probleme in der Diagnostik und Therapie in strukturell schwachen ländlichen Gebieten wurden thematisiert. Die Moderation des Forums wurde von Dr. med. Wim Fleischmann geführt.


Seminare, Kurse und Workshops leiteten zum praxisnahen Arbeiten an


Ein Themenschwerpunkt lag auf einem professionellen Handlungskonzept bei der Auswahl und dem Einsatz von Wundauflagen sowie auf der Funktion und Anwendung verschiedener lokal applizierter, heilungsstimulierender Stoffe wie Sauerstoff, Fremdhämoglobin, medizinischem Honig und anderen. Verschiedene Verbandstechniken bis hin zur Fixierung von Kopf bis Fuß sowie zur richtigen Hautpflege und zum Hautschutz aus dermatologischer Sicht rundeten die Vortragsreihe zur konservativen Lokaltherapie ab.
Weitere Schwerpunkte waren unter anderem interdisziplinäre antiseptische Wundkonzepte, seltene angiologische Erkrankungen, das Lymphödem sowie Verbrennungen und thermische Verletzungen. Über Erkenntnisse zur chronischen Wunde und Sterblichkeit wurde aus pathologischer Sicht berichtet. Ein weiterer Themenschwerpunkt waren neue Behandlungsmethoden wie die extrakorporale Stoßwellentherapie und der biologisch-mechanische Wundverschluss.

Das Freiburger Wundsymposium bot Möglichkeiten zum regen Austausch.
Das Freiburger Wundsymposium bot Möglichkeiten zum regen Austausch.

Blick über den Tellerrand


Neben den klassischen wundspezifischen Themen zu Diagnostik und Therapie von Wunden wurde wieder ein Blick über den Tellerrand angeboten: Es gab spannende Diskussionen zu allgemeinen Themen wie zum Umgang mit Tracheostoma, Tipps und Tricks bei Komplikationen am Uro- und Enterostoma, zur strukturierten pflegerischen Übergabe, zum Umgang mit Sterbenden sowie zu Phytotherapie und Klostermedizin.
Ein wichtiges Augenmerk lag auf Themen mit hoher Praxisrelevanz: Mit Vorträgen zum Verbandswechsel, zur Wundbehandlung komplexer Wunden bei ambulanten Patienten sowie zur Wunddokumentation wurde verständlich aktuelles Wissen transferiert und das vielfältige Programm abgerundet, das wie in den Vorjahren nach den Wünschen der Teilnehmer ausgerichtet war.
Über 550 Teilnehmer
Über 550 Teilnehmer aus ganz Deutschland hatten sich zum 8. Freiburger Wundsymposium eingefunden. Die Pausen wurden durch den Pianisten Werner Heitzmann am Flügel musikalisch elegant mitgestaltet, was das angenehme Ambiente des Bürgerhauses und die gute Stimmung der Teilnehmer unter­malte.

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