Erster ALK-Förderpreis verliehen

30.000 Euro für zwei Forscher

Das Unternehmen ALK hat auf dem diesjährigen Deutschen Allergiekongress in Köln erstmals seinen mit 30.000 Euro dotierten Förderpreis Allergologie verliehen. Ziel des Förderpreises ist es, Innovationen in Diagnostik und Therapie für eine bessere Versorgung von Allergikern zu unterstützen.

Foto: ALK
Die Preisträger bei der symbolischen Scheckübergabe; links Georg Bölke, Mitte Prof. Dr. Eike Wüstenberg (ALK), rechts Hannah Pohlito

Der Preis wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie e. V. (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie (GPA) und Umweltmedizin und dem Ärzteverband Deutscher Allergologen e. V. (AeDA) vergeben. Im ersten Jahr der Vergabe zeichnet ALK gleich zwei Preisträger aus, die nun mit jeweils 15.000 Euro gefördert werden: Georg Bölke von der Charité Berlin erhält seinen Preis für die Mitentwicklung einer speziellen „Mobile exposure chamber“, die es erlaubt, Studien und Diagnostik allergischer Erkrankungen unter standardisierten und kontrollierten Konditionen durchzuführen. In der mobilen Kammer kann die Auswirkung einzelner isolierter Allergene an Patienten beobachtet werden, ohne dass es zu ungewollten Nebeneffekten durch andere in der Luft enthaltene Allergene kommt. Die zweite Preisträgerin, Dipl.-Chem. Hannah Pohlit von der Universitätsmedizin in Mainz, beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit einem neuen „Transportmittel“ für Allergene, die an bestimmte Stellen im Körper transportiert werden sollen.


Ein Förderpreis für zwei Forscher


Nach Medikamentengabe besteht generell die Gefahr, dass Proteine zu früh zersetzt werden oder es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Hannah Pohlit entwickelte im Rahmen ihrer Arbeit eine Verpackung aus wasserlöslichen, abbaubaren PEG-Nanopartikeln, mit der Proteine verkapselt werden können. Dadurch sollen die Proteine vor Erkennung durch das Immunsystem geschützt und kontrolliert erst dort freigesetzt werden, wo der Körper sie benötigt.
Die Preise wurden am 2. Oktober im Rahmen des ALK-Industriesymposiums von den Vorsitzenden der allergologischen Fachgesellschaften, Prof, Dr. med. Wolfgang Czech (AeDA), Prof, Dr. med. Christian Vogelberg (GPA) und Prof, Dr. med. Thomas Werfel (DGAKI) sowie dem medizinischen Leiter von ALK, Prof. Dr. med. Eike Wüstenberg, verliehen.


Mit noch nicht abgeschlossener Forschungsarbeit neue Ergebnisse erarbeiten


„Die heute von uns ausgezeichneten Forscher sind in ganz verschiedenen Bereichen tätig, aber beide sorgen mit ihren spannenden Projekten für einen Fortschritt in der Diagnostik und Therapie von Allergikern“, sagte Wüstenberg in Köln. „Wir freuen uns, dass wir zwei junge Forscher in ihrem Engagement für die Allergologie unterstützen können und hoffen, dass sie und andere sich weiterhin für eine bessere Versorgung der Allergiker einsetzen.“
Der von ALK gestiftete Förderpreis Allergologie richtet sich an Studierende und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, die mit einer noch nicht abgeschlossenen Forschungsarbeit (Diplomarbeit, Dissertation, Habilitation oder andere Projekte) neue Ergebnisse erarbeiten, die die Versorgung allergiekranker Patienten signifikant verbessern. Der Preis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben.

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