Angebote zur Terminvereinbarung per Internet beeinflussen die Arztwahl

Online-Termine helfen

Für mehr als die Hälfte der Patienten zwischen 25 und 44 Jahren ist die Möglichkeit zur Online-Arztterminbuchung relevant für ihre Arztentscheidung. Kurzfristig online verfügbare Termine animieren Patienten zum Arztwechsel – 89 Prozent der Patienten wünschen Arzttermine online zu buchen.

Grafik: jameda
Grafik: jameda

Würden Sie sich eher für einen Arzt entscheiden, der Ihnen die Möglichkeit zur Online-Buchung Ihres Arzttermins bietet?“ 55 Prozent der Patienten zwischen 25 und 34 Jahren beantworten diese Frage mit einem „Ja“. Zu diesem Ergebnis kommt eine online-repräsentative Studie unter 1.002 Teilnehmern von jameda (www.jameda.de) in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Research Now. Auch unter den 35- bis 44-Jährigen ziehen noch mehr als die Hälfte (51 Prozent) den online buchbaren Arzt vor, bei den 45- bis 54-Jährigen sind es immer noch 37 Prozent.
„Insbesondere jüngere Patienten sind es gewohnt, ihren Alltag im Internet zu organisieren“, so Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von jameda. „Da ist es naheliegend, dass sie auch ihren Arzttermin online vereinbaren wollen und sich bei Wahlmöglichkeit eher für den Arzt entscheiden, der ihnen ein entsprechendes Angebot macht.“
Das wachsende Angebot von im Internet buchbaren Arztterminen beeinflusst unter einem weiteren Aspekt die Arztentscheidung der Patienten: Indem Patienten direkt sehen können, welcher Arzt kurzfristig Termine frei hat, wählen sie – Kompetenz des Arztes natürlich vorausgesetzt – den Arzt, der ihnen schneller einen Termin zur Verfügung stellt. 62 Prozent der Befragten bestätigen, dass sie ihren Arzt wechseln würden, wenn sie sehen, dass ihnen ein anderer Arzt schneller einen freien Termin anbietet. Die 62 Prozent verteilen sich auf 20 Prozent, die sagen, dass sie in dieser Situation auf jeden Fall wechseln würden und 42 Prozent, die den Arzt mit dem schnelleren Termin dann ihrem Arzt vorziehen, wenn dieser ebenfalls einen kompetenten Eindruck vermittelt.
„Online-Terminbuchungssysteme machen die Verfügbarkeit von Ärzten online sicht- und damit auch vergleichbar“, erläutert Weiß. „Patienten erhalten so die Möglichkeit, den Arzt zu wählen, der den besten Termin anbieten kann. Die Qualität des Arztes ist dabei selbstverständlich für die meisten Patienten entscheidende Voraussetzung für den Wechsel. Praxen, die neue Patienten akquirieren wollen, kann man auf Basis dieser Ergebnisse nur empfehlen, Termine, die kurzfristig frei geworden sind, dort online zu stellen, wo viele Patienten nach Ärzten suchen.“
31 Prozent der Patienten haben bisher einen Arzttermin über das Internet vereinbart. Von den Patienten, die dazu noch keine Gelegenheit hatten, würde die große Mehrheit von 89 Prozent ein Angebot zur Online-Arztterminvereinbarung gerne nutzen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Der wichtigste Vorteil von Online-Arztterminen besteht für Patienten darin, dass sie direkt sehen, wann ein Arzt einen freien Termin hat (83 Prozent). Ebenfalls wichtig für die Patienten ist, dass sie sich unabhängig von den Sprechzeiten dann um ihren Arzttermin kümmern können, wenn sie dafür Zeit haben – auch am Abend oder am Wochenende. Das Umgehen möglicher Warteschleifen empfinden 70 Prozent als nützliche Eigenschaft der Online-Arztterminbuchung. 56 Pro­zent sehen einen Vorteil in der Tatsache, dass einem das telefonische Gespräch über ein unter Umständen diskretes Anliegen erspart bleibt.

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