3. Jahrestagung der GAERID e. V. in Leipzig

Mit jedem Jahr reifer

Anfang März fand zum dritten Mal in Folge Deutschlands führende Tagung im Bereich Intimchirurgie statt. Im Themenfokus der Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie Deutschland e. V. (GAERID) in diesem Jahr: Trans­sexualität, männliche Intimchirurgie und Korrektur nach Verstümmelung.

Foto: Eienbach
Dr. med. Marwan Nuwayhid, Vorstand der GAERID: „Es ist wunderbar zu erleben, dass unsere Gesellschaft mit jedem Jahr reifer wird, wir werfen einen immer breiteren Blick auf die Intimchirurgie.“

Die GAERID zeigt sich nach zwei erfolgreichen Veranstaltungstagen in Leipzig höchst zufrieden. Dr. med. Marwan Nuwayhid, Vorstand der Gesellschaft: „Es ist wunderbar zu erleben, dass unsere Gesellschaft mit jedem Jahr reifer wird, wir werfen einen immer breiteren Blick auf die Intimchirurgie. Wurde das Thema zu Beginn – vor allem bedingt durch entsprechende Medienberichte – leider noch etwas in die Boulevard-Ecke gezogen, sind wir nun sehr stolz darauf, dass die GAERID mittlerweile als europaweit führende Gesellschaft gilt, deren Fokus auf Rekonstruktion und medizinischen Indikationen liegt. Die GAERID hat die Wahrnehmung des Themas Intimchirurgie durch eine streng wissenschaftliche Herangehensweise in der Gesellschaft positiv beeinflusst.“ Dementsprechend definierten sich auch die Schwerpunkte der Tagung, die dieses Jahr unter dem Präsidium von Dr. med. Dominik von Lukowicz stand: Transsexualität, männliche Intimchirurgie und Korrektur nach weiblicher Genitalverstümmelung. Etwa ein Drittel des Programms wurde durch ästhetische Themen abgedeckt. Mit einem Portfolio aus umfangreichen Vorträgen, Live-Operationen und Video-Demonstrationen erhielten die Besucher sowohl theoretische als auch praktische Einblicke in das Fachgebiet, abgerundet durch Diskussions- und Fragerunden am Ende jeder Einheit. Dies entspricht ganz dem Credo der GAERID und einem wichtigen Anliegen sowohl des Vorstandes als auch der Mitglieder: stetiges Wachstum durch Austausch von Wissen, durch Weitergabe von Erfahrungen.


Rund hundert hochkarätige Besucher


Um die 100 hochkarätige Besucher kamen nach Leipzig, um der Tagung beizuwohnen. Dazu zählten nationale und internationale Experten der Intimchirurgie, ein deutliches Zeichen der Europäisierung der Gesellschaft. Die Qualität der Referenten spricht für sich: Unter vielen anderen trug zum Beispiel Dr. Pierre Foldes aus Paris vor, der als einer der europaweit erfahrensten Ärzte im Bereich der Behandlung von Frauen, die an den Folgen von Genitalverstümmelung leiden, gilt. Foldes Vortrag zum Thema „Reconstructive Surgery after FGM“ wurde dementsprechend zahlreich besucht. Weitere renommierte Gäste waren Dr. Adrian Gaspar aus Argentinien, der eine in Europa neue Art der Laserbehandlung erstmals vorstellte, sowie Dr. med. Gerhard Sattler, Darmstadt, einer der führenden ästhetischen Chirurgen Deutschlands, der per Videovortrag zum Thema Macrolane Gesäß zugeschaltet wurde. Aber auch Dr. Refaat B. Karim aus den Niederlanden, eine weitere Koryphäe im Bereich der Rekonstruktion nach FGM, oder Walter Lutschinger, Geschäftsführer der Desert Flower Foundation (Gründerin Waris Dirie), waren zur Jahrestagung erschienen, um darüber aufzuklären.
Wie auf jeder erfolgreichen Tagung durfte natürlich auch hier eine umfangreiche Industrieausstellung nicht fehlen. Unter den diesjährigen Ausstellern waren u. a. Sinclair Pharma, MBC Medical Biocare, BTL Medizintechnik, Meyer-Haake, Lumenis (Germany) GmbH, SEBBIN Deutschland oder TRICONmed.
Abgerundet wurde das Programm mit einem Abendessen, das im eleganten Restaurant „Bayrischer Bahnhof“ stattfand. Hier konnten sich die Besucher der Tagung in entspannter und gelassener Atmosphäre noch einmal in aller Ruhe zu den Themen des Tages austauschen und Networking betreiben. Ein gelungener Abschluss einer spannenden Veranstaltung.   be

Weitere Informationen finden Sie unter www.gaerid.de.

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