12. Internationales Darmstädter Live Symposium

Gemeinsam Wissen austauschen und fortbilden

Unter dem traditionellen Motto der Veranstaltung „See-learn-meet“ treffen sich vom 04. bis 07. Dezember 2014 wieder Experten, Fortgeschrittene und junge Kollegen der Fachschaft aus der ganzen Welt zum 12. International Darmstadt Live Symposium.

Foto: privat
Dr. med. Gerhard Sattler: „Der Innovation der Behandlungsmöglichkeiten kommt auch bei diesem Kongress wieder eine hohe Aufmerksamkeit zu, um jedem einzelnen Teilnehmer Lösungsvorschläge anzubieten, die dann direkt auf dem Prüfstand stehen.“

Bereits seit 22 Jahren laden die Hautklinik Darmstadt und die Rosenpark Klinik zum gemeinsamen Wissensaustausch und zur Fortbildung ein. Wir sprachen mit Dr. med. Gerhard Sattler, dem Ärztlichen Direktor der Rosenpark Klinik und Mitorganisator des Kongresses.

 

Herr Dr. Sattler, nach 22 Jahren Live Symposium kann man ja bereits von einer Weiterbildungsinstitution mit traditionellem, aber auch sehr innovativem Charakter sprechen. Was erwartet die Teilnehmer in diesem Jahr?

Dr. med. Gerhard Sattler: Die Schwerpunkte des Internationalen Darmstädter Live Symposiums sind nach wie vor sehr traditionell, da wir eine Ausbildung für alle anbieten möchten, vor allem aber für junge Kollegen des Fachbereichs. Deswegen haben wir dieses Mal erstmalig weniger Kurse und dafür mehr Liveübertragungen. Zudem wird es Focused Master Courses geben, in dem man sein Wissen vertiefen und auch seine eigene therapeutische Fertigkeit trainieren kann.

Der Grundgedanke des Internationalen Live Symposiums ist wie immer die Darstellung von Behandlungsvorgängen, Therapien und auch Ergebnissen in einer 1 zu 1-Übertragung. Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass die Vielfältigkeit der Behandlungsmöglichkeiten das Ganze erst wirklich interessant gemacht hat. Die Diskussionen der Experten, die aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln ein und denselben Fall betrachten, sind hierbei für den Teilnehmer besonders wertvoll. Der Innovation der Behandlungsmöglichkeiten kommt daher auch bei diesem Kongress wieder eine hohe Aufmerksamkeit zu, um jedem einzelnen Teilnehmer Lösungsvorschläge anzubieten, die dann direkt auf dem Prüfstand stehen.

Aber selbstverständlich werden auch die Innovationen der Ästhetischen Dermatologie und Dermatochirurgie ausführlich behandelt und diskutiert. Diese betreffen z.B. den Fillerbereich und die damit verbundenen mannigfachen Behandlungskonzepte mit verschiedenen, neuen und auch weiterentwickelten Injektionstechniken, aber auch die Innovationen im Bereich von Lasertherapien, Fadenlifting und auch von ganzheitlichen Regenerationstherapien. Aber auch additive Therapien wie z.B. die Meso- und Stammzellentherapie werden bisherigen klassischen Therapiewegen gegenübergestellt.

Ein persönliches Highlight in diesem Jahr ist das Anatomie-Konsensus-Meeting am Sonntag. Bei diesem soll eine Nomenklatur festgelegt werden, welche klinische Zustände benennt. Im Anschluss soll diese internationale Gültigkeit haben. Hierfür reisen extra anatomische Experten wie Patrick Trevidic, Frankreich, und Rebecca Fitzgerald, USA, an, die uns bei dieser Nomenklatur behilflich sein werden.

Zudem werden am Sonntag die besten Behandler im Rahmen einer gemeinsamen Injektionsvorführung live ihre persönlichen Behandlungswege vorstellen.

 

Nomenklatur, das klingt geschichtsträchtig. Was darf man sich darunter genau vorstellen?

Sattler: Der Gesichtsanatomie kommt bei der Ästhetischen Injektionstherapie eine bedeutende Rolle zu. Deshalb wird unter anderem programmbegleitend während der verschiedenen Live-Übertragungen die Gesichtsanatomie an echten Menschenköpfen immer wieder erläutert und erklärt. Außerdem werden zum besseren Verständnis die zu beachtenden Strukturen von den Anatomen freigelegt. Beim Anatomie-Konsensusmeeting am Sonntag gilt die Aufmerksamkeit den anatomisch korrelierten altersbedingten Defiziten der menschlichen Gesichtshautalterung. Das Besondere hierbei ist, dass die geladenen anatomischen Experten die Hintergründe von unserer Optik anatomisch darlegen und benennen. Sodass wir die klinischen Struktur-Veränderungen in eine Nomenklatur fassen können. Das soll anschließend veröffentlicht werden und für die Zukunft einheitlich weltweit gelten.

 

Wo liegen die sonstigenThemenschwerpunkte?

Sattler: Das Live Symposium fängt mit einem Körpertag an. Dieser umfasst Bodycontouring, aber auch Straffungsoperationen, Lasertherapien und konservative Therapien sowie Injektionsbehandlungen mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxin am Körper. Am Freitag findet dann der klassische dermatochirurgische Tag statt mit Tumorchirurgie, Phlebologie und der allgemeinen Dermatochirurgie. Parallel dazu finden aber für rein ästhetisch interessierte Kollegen Focus Master Courses für Augmentation und minimalinvasive ästhetische Chirurgie mit Fillern, Botulinumtoxin und weiteren Innovationen statt. Zudem bieten wir ergänzend auch einen Master Course für Laserchirurgie in der Dermatoästhetik an. Parallel hierzu finden klassische dermatochirurgische Pigfoottrainings statt, bei welchen unsere Teilnehmer die wichtigen Techniken für deren Praxis erlernen oder vertiefen können.

Am Samstag steht der traditionelle Gesichtstag auf dem Programm. Die Experten behandeln hier parallel oder auch gemeinsam einen Patienten und legen dem Kongress-Publikum live die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsmethoden dar. Das geht von Peelings über Injektionen, Laserbehandlungen, Radiofrequenztherapien bis hin zu kleineren chirurgischen Eingriffen. Am Samstagabend findet dann unser Galaabend statt, den man auf gar keinen Fall verpassen sollte.

Neben dem geplanten Konsensusmeeting am Sonntag werden in der Rosenpark Klinik weitere Live-Workshops angeboten. Diese betreffen die Bereich Mammachirurgie, Blepharoplastik sowie Hands-on Workshops für Filler- und Botulinumtoxin-Injektionen.

 

Wird den Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder eine Industrieausstellung geboten?

Sattler: Die große Industrieausstellung macht das Konzept des Livesymposiums komplett, denn wir benötigen in nahezu allen Therapieformen Instrumente oder Geräte. Daher ist das Update durch die Industrie sehr wichtig. Hier findet man die Möglichkeit, mit führenden Herstellern oder Distributoren zu sprechen und sich auf den neuesten Stand zu bringen, was der ästhetische Markt zu bieten hat. Uns liegt besonders am Herzen, dass der Teilnehmer beim Livesymposium alle Leader und Upcoming Stars der Branche trifft und sich im Nachgang durch die dort errungenen Kontakte in Ruhe für das für die eigene Praxis richtige ästhetische Hilfsmittel entscheiden kann.

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