30. Kompetenzseminar der AADI in Hamburg

Von Lippe bis Body: Breites Themenspektrum der AADI

Die Problemzonen Lippe und „Body after Baby“, orthomolekulare Medizin in der Kosmetologie und Updates zum Haarausfall waren Schwerpunktthemen des Frühjahrskongresses der AADI (Arbeitsgemeinschaft Aesthetik und Dermatologische Institute e.V.) Anfang April 2014 in Hamburg.

Traditionell präsentierte die AADI den Ärzten und ihrem nichtärztlichem Fachpersonal (Kosmetikerinnen, MFAs) ein weit gefächertes Themenspektrum, wobei diesmal die orthomolekulare Medizin in der Ästhetik einen wichtigen thematischen Schwerpunkt bildete.

Die Vielschichtigkeit der angebotenen Themen für Ärzte und insbesondere das Assistenzpersonal, so Dr. med. Hanspeter Prieur, Duisburg, 1. Vorsitzender der AADI, sei das Trumpf der AADI.

Dr. med. Gerhard Sattler, Darmstadt, stellvertretender Vorsitzender, ergänzte, dass im Vergleich zu anderen Fachgesellschaften die AADI einiges zu bieten habe, wobei die Fortbildungskonzepte für Kosmetikerinnen und MFAs zweifelsfrei „Zugpferde“ der AADI seien.

Dr. med. Anne Hundgeburth, Köln, ebenfalls Mitglied im Vorstand, erläuterte gegenüber der Presse, dass man bei der Programmgestaltung großen Wert darauf lege, einerseits durch Updates wichtige Alltagsthemen stets auf aktuellem und hohem Niveau zu halten und andererseits gleichzeitig durch Highlights und Themenschwerpunkte punktuell gezielt in die Tiefe zu gehen.

 

Orthomolekulare Medizin auch in der Dermatologie

 

Zum Thema orthomolekulare Kosmetologie konnte als ausgewiesene Expertin Frau Dr. med. Eva-Maria Meigel, Hamburg, gewonnen werden. Meigel, selbst Mitbegründerin der AADI und langjähriges Vorstandsmitglied, stellte bereits am Vortag in ihrem Institut für orthomolekulare Kosmetik ihr Erfolgsrezept vor. Etliche Interessierte drängelten sich vor Ort, um hautnah nicht nur theoretische Hintergründe, sondern auch die praktische Anwendung dieses Medizingebietes und dessen Relevanz für die Kosmetologie kennen zu lernen.

„Unsere Haut ist ein Organ, das auf Mangelerscheinungen genauso reagiert wie unser gesamter Organismus. Das greifen wir auf und steuern gezielt entgegen, indem wir Mikronährstoffe sowohl topisch einschleusend, etwa via Mesotherapie, als auch in Form einer Nahrungsergänzung liefern“, so Meigel einleitend zum Thema. In einem Vortrag ging sie dann speziell auch auf die Behandlung des Haarausfalls mit Unterstützung orthomolekularer Konzepte ein. Dr. med. Kai J. Friedrich, Wolfsburg, rundete das Thema Haarausfall mit einem generellen Update ab.

 

Lippen und Body after Baby

 

Sattler demonstrierte im Workshop eine schonende und wirkungsvolle Injektionstechnik zur dauerhaften und harmonischen Formbehandlung der Lippen mit einem Filler. Unabdingbar, so Sattler, sei eine eingehende Analyse der anatomischen Voraussetzungen. Nur mit Kenntnis der Ursachen für eine Formveränderung der Lippen könne man auch gezielt, effektiv und unauffällig behandeln.

Die Behandlung der Bauchregion – etwa nach einer Schwangerschaft – ist nach Sattler auch ein Bereich für eine Schwerpunktbehandlung via Liposuktion und Filler-Einsatz. Ergänzt durch gerätegestütztes, nichtoperatives Bodycontouring sei es auch nach heutigen Schönheitsempfinden ein Ziel, eine Körperstruktur „90 – 60 – 90“ anzustreben.

 

Themenvielfalt auch beim Assistenzpersonal

 

Laserschutz, Lichtschutz, Peeling-Updates, Cosmeceutical-News sowie Filler-Updates und Gefäßbehandlungen wurden nicht nur den Ärzten, sondern in Workshops und Vorträgen auch dem Assistenzpersonal angeboten. Es zeigte sich wieder einmal, dass das Interesse und der Bedarf an derartigen Themen ungebrochen groß ist.

Entsprechend stieß das Angebot der AADI nicht nur bei „treuen Stammbesuchern“, sondern auch bei Fachpersonal der Region auf großen Zuspruch. Gerade aus dem Kreise des nichtmedizinischen Assistenzpersonals kam viel Lob für die AADI-Programmgestaltung.

 

Nicht medizinisch, aber gleich wichtig

 

Produktauswahl, Sortimentsgestaltung, Waren-Präsentation und Verkaufshilfen standen wieder im Mittelpunkt des Themenkreises „Produktverkauf im Institut“. Helmut S. Müller, Losheim am See, gab einen Überblick und vermittelte die wichtigsten Regeln zur Beachtung vor der Entscheidung für einen Industriepartner und seine Produkte. Anhand konkreter Beispiele konnte er praxisnah wertvolle Tipps geben und Fragen aus dem Auditorium beantworten.

Fragen zum Steuerrecht wurden wiederum ebenso kompetent von Dr. Mathias Mühlen, Essen, abgehandelt wie aktuelle Rechtsfragen von Dr. jur. Gwendolyn Gemke aus München. Sie stand wieder Rede und Antwort, diesmal konkret zum Arbeits- und Tarifrecht. hm

 

Vorankündigung:

31. Kompetenzseminar der AADI am 19./20. September 2014 in Berlin.

 

Langjähriges aktives Mitglied gewürdigt

Dr. med. Eva-Maria Meigel zum AADI-Ehrenmitglied ernannt

Foto: hm
Dr. med. Eva-Maria Meigel vom AADI-Vorstand zum Ehrenmitglied ernannt (v.l.n.r.: Dr. med. G. Sattler, Dr. med. A. Hundgeburth, Dr. med. E.-M. Meigel, Dr. med. H. Prieur)

Der AADI-Vorstand würdigte die langjährigen Verdienste von Dr. med. Eva-Maria Meigel für die AADI mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Meigel war 1999 eine der Mitgründerinnen und damit eine der engagierten „AADI-Pioniere“ der ersten Stunde. Später wurde sie Mitglied im Vorstand und hat einige Jahre das Programm der AADI-Kompetenzseminare verantwortlich gestaltet.

Inzwischen hat Meigel ihren Aktivitäten-Schwerpunkt auf die Mitarbeit bei der interdisziplinären German Society for Anti Ageing Medicine (GSAAM) gelegt, wo sie im Vorstand die Fahne der Dermatologie hochhält.

Sie ist weiterhin Mitglied etlicher anderer dermatologischer Fachgesellschaften und hat sich in den letzten Jahren intensiv der orthomolekularen Kosmetologie verschieben. hm

Vorstandswahlen ohne Überraschungen

AADI-Vorstand im Amt bestätigt

Einstimmig wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder der AADI von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt.

Vorstandsvorsitzender bleibt Dr. med. Hanspeter Prieur (Duisburg). Als Stellvertreter wurden Dr. med. Gerhard Sattler (Darmstadt) und Dr. med. Anne Hundgeburth (Köln) wieder gewählt.

Somit, so Prieur, könne die Kontinuität der AADI-Aktivitäten weiterhin gewährleistet werden. Er bedankte sich bei seinen Stellvertretern für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Gleichzeitig rief er auch die anderen Mitglieder auf, sich in die AADI-Arbeit einzubringen, insbesondere in die Planung und Gestaltung der Kompetenzseminare. Dadurch, dass diese zweimal jährlich stattfinden, sei besonders viel Kreativität für eine permanent abwechslungsreiche und fundierte Programmgestaltung gefragt. hm

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