14. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin (GSAAM e.V.)

Human Enhancement – Optimierung des Menschen?

Die diesjährige, Anfang Mai in München stattfindende Konferenz der GSAAM e.V. beschäftigt sich mit einem Thema, das in den letzten Jahren in der medizinischen Fachwelt intensiv diskutiert wurde: Immer mehr Menschen nutzen die Medizin nicht mehr nur für die Erhaltung ihrer Gesundheit, sondern auch für die Wahrung eines gesellschaftlich zunehmend bedeutenderen Elements – der Schönheit im engeren, der Optimierung des Körpers im weiteren Sinn.

Foto: Archiv
Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk: „Die Optimierung des Menschen mit den Mitteln der Medizin ist ein Thema, das seit einigen Jahren weltweit überaus kontroverse Diskussionen auslöst.“

Der hierfür formulierte Überbegriff „Human Enhancement“ betrifft nicht nur die Dermatologie oder Plastische Chirurgie, sondern auch die Sportmedizin, die Neurologie und viele weitere Bereiche des Gesundheitswesens. Grund genug für die GSAAM, die brisante Thematik aufzugreifen und ein dreitägiges Weiterbildungsprogramm zu gestalten.


Hintergründe und Fortschritte beleuchten


Vom 1. bis inklusive 3. Mai findet im Münchner Hilton Park Hotel die bereits 14. Konferenz der GSAAM e.V. statt, die sich sämtlichen medizinischen und zum Teil ethischen Fragen des sogenannten Human Enhancements widmet. Tagungspräsident Prof. DDr. Johannes Huber, Wien, und GSAAM-Präsident Prof. Dr. med. Bernd Kleine-Gunk, Fürth, heißen dieses Jahr mehrere Hundert Spezialisten unterschiedlichster Fachbereiche und Teilnehmer aus dem In- und Ausland sowie ausgewählte Industrie, etwa Biogena, BIOS Pharmaceuticals oder Cellgym Technologies, willkommen.
„Im Rahmen der 14. GSAAM-Konferenz wollen wir die Hintergründe und Fortschritte im Human Enhancement beleuchten und auch kontroverse Fragen nicht außen vor lassen. Es handelt sich um einen der fortschrittlichsten Märkte der Medizin, eine Entwicklung, die viele Bereiche umfasst und in der Zukunft des Gesundheitswesens einen festen Platz hat. Wichtige Neuerungen fanden in den letzten Jahren statt, in vielen Sparten der Medizin gehört die ästhetische und leistungsorientierte Optimierung des Körpers bereits zum standardisierten Tagesgeschäft. Doch die wirklich spannenden Entwicklungen stehen noch bevor. Ich freue mich daher auf drei spannende Kongresstage!“, so Tagungspräsident Huber.


Fachliche Aufbereitung und vielseitige Diskussion


Auch Kleine-Gunk betont die Erheblichkeit der Thematik für die Gegenwart und Zukunft der Medizin: „Die Optimierung des Menschen mit den Mitteln der Medizin ist ein Thema, das seit einigen Jahren weltweit überaus kontroverse Diskussionen auslöst. Die Frage lautet immer wieder, ob wir auf eine schöne, neue Welt zusteuern, in der Menschen dank des medizinischen Fortschritts nicht nur gesünder, sondern auch attraktiver, klüger und leistungsfähiger werden, oder ob ‚Human Enhancement‘ schlichtweg der Versuch ist, der Natur ins Handwerk zu pfuschen. Dieser und vielen weiteren Fragen gehen wir mit fachlicher Aufbereitung und vielseitiger Diskussion auf den Grund.“


Alles andere als ein Fremdbegriff


Tatsächlich sind Eingriffe und Mittel zur Optimierung des Körpers heute in vielerlei Hinsicht bereits Standard. Dazu zählt etwa die chirurgische Vergrößerung der Brüste, oftmals weit über die natürliche Beschaffenheit hinaus, oder pharmakologische Interventionen, die sich dank der deutlichen Verbesserung der sexuellen Leistungsfähigkeit beim Mann durch erhöhte penile Hydraulik seit über einem Jahrzehnt größter Popularität erfreuen. Auch in der Sportmedizin ist das Body Enhancement zur Erhaltung und stetigen Steigerung der Leistung alles andere als ein Fremdbegriff.


„Viagra“ für das Gehirn


Der Markt schläft nicht, viele bedeutende Entwicklungen stehen in den kommenden Jahren bevor. Ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang: Kognitive Enhancer. Es handelt sich hierbei um eine Substanzgruppe, deren Zielgruppe zunächst Patienten mit beginnender Demenz sind. Verlaufen die Weiterentwicklungen und klinischen Tests der Pharmaindustrie erfolgreich, so ist die Einführung einer neuen Lifestyle-Droge, einer Art „Viagra“ für das Gehirn, die zu einer verbesserten Konzentrations- und Merkfähigkeit in allen Altersklassen führt, klar vorhersehbar. Und auch deren kommerzielle Bedeutung in der Industrie dürfte wohl nicht unterschätzt werden.
Doch bei Fortschritten im pharmakologischen Bereich bleibt es voraussichtlich nicht. So hat sich in den USA rund um den Vordenker im Bereich „Neuro Enhancement“, Ray Kurzweil, bereits eine stützende Anhängerschaft gebildet, die den Menschen der Zukunft als ein mit Neurochips optimiertes Wesen sieht, welches evolutionsbiologisch eine vollkommen neue Stufe betritt.
Diese und ähnliche Themen werden im Rahmen der drei Kongresstage beleuchtet.
Sowohl im Rahmen der Workshops als auch für die wissenschaftlichen Sitzungen begrüßt die GSAAM auch 2014 wieder zahlreiche hochkarätige Vortragende. be

 

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