Spezial Laser: 24. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V.

In Trier wurden neue Traditionen begründet

Vom 12. bis 14. Juni 2015 fand die 24. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V. (DDL) in Trier unter dem Motto „Perspektiven in Medizin und Ästhetik an einem besonderen Ort“ statt. Gastgeber und wissenschaftlicher Leiter war der DDL-Präsident Dr. med. Gerd Kautz, Konz.

Foto: js
Bei der Verleihung des Laser-Innovationspreises: (v. l.) Dr. med. Gerd Kautz, Prof. Dr. med. Jens Malte Baron und Dr. med. Nikolaus Seeber

Mehr als 250 Dermatologen und Laserspezialisten trafen sich in Trier, um sich auf der dreitägigen Fachtagung zu Themen wie Hautkrebs und Narbenreduktion, Venen- und Gefäßerkrankungen, Tattoo- oder Haarentfernung, Nagelpilz und Faltentherapie auszutauschen, neue Laser-Indikationen und neue Verfahren vorzustellen.
In diesem Jahr wurden erstmalig eigene DDL-Workshops eingeführt, die den Teilnehmern nacheinander drei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten für die gleiche Indikation zeigten – zum Beispiel drei verschiedene Lasersysteme zur Tattooentfernung oder die modernsten Therapieansätze zur Narbenreduktion. Dadurch war es möglich, in kürzester Zeit einen sehr guten Überblick zu neuesten Behandlungsmethoden zu bekommen. Um auch den ärztlichen Nachwuchs zu fördern, wurden ebenfalls zum ersten Mal sogenannte Resident-Seminare veranstaltet, bei denen die Assistenzärzte aus der Dermatologie die wichtigsten Fakten im Umgang mit Lasern, Filler, Peelings und Botulinum erfuhren.


Ausführung von Laserbehandlungen ausschließlich durch ärztliches Personal


Eine weitere Neuerung im Programm der DDL-Tagung war das Fortbildungsprogramm für medizinische Fachangestellte und Praxismitarbeiter, das sich mit den Themen Praxisorganisation, Abrechnung, Patientenaufklärung sowie rechtliche und steuerliche Grundlagen befasste.
Programmhighlights waren unter anderem die Hämangiomfortbildung, die das neue Medikament Hemangiol vorstellte und diskutierte, die neuen Ansätze und Lasersysteme im Bereich der Tattoo-Entfernung sowie der Laserschutzkurs nach den neuesten Richtlinien der Berufsgenossenschaft. Die DDL plädiert seit Langem dafür, dass die Ausführung von Laserbehandlungen ausschließlich durch ärztliches Personal erfolgt und bietet aus diesem Grund jedes Jahr hochwertige und firmenneutrale Laserschutzkurse an. Die rechtlichen Verordnungen zum Betrieb von Lasergeräten haben sich in den letzten Jahren nochmals deutlich geändert. Diese Neuerungen wurden in diesem Jahr ausführlich im Laserschutzkurs durch die Referenten erarbeitet, sodass Laseranwender optimal auf behördliche Kontrollen vorbereitet sind.


Kooperation mit dem Body Congress und der DGAuF


Wie in den vergangenen Jahren wurde die Kooperation mit dem Body Congress unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Markus Steinert, Biberach a. d. Riss, und mit der Deutschen Gesellschaft für Augmentation und Faltentherapie (DGAuF) unter der Leitung von Dr. med. Tanja Fischer, Potsdam, fortgeführt.
Die Vorträge im Rahmen des Body Congress‘ thematisierten von invasiven bis hin zu non-invasiven Verfahren das gesamte Spektrum des Body Contourings. Daneben standen vor allem auch einzelne Behandlungsregionen im Vordergrund sowie neue Erkenntnisse zum Thema Fettgewebe.
Die DGAuF stellte ihre Neuausrichtung vor, die in der am Sonntagmorgen stattgefundenen Mitgliederversammlung abgestimmt und beschlossen wurde. Die Gesellschaft wird entsprechend ihrer inhaltlichen Neuausrichtung künftig „Deutschsprachige Gesellschaft für Aesthetische Medizin und Fortbildung e. V. (DGAuF)“ heißen. Zudem wurde eine Erweiterung des Vereinszwecks beschlossen, der künftig auf einen interdisziplinären und fachübergreifenden Ansatz abzielt. Weiter stehen neben der Einbeziehung auch anderer Fachdisziplinen besonders die Themen der Altersforschung, Prävention und Gesundheit im Vordergrund der wissenschaftlichen und praktischen Arbeit. Im Sinne eines fachübergreifenden Ansatzes soll auch die Zusammenarbeit mit und der Austausch unter den einzelnen Fachgesellschaften gefördert werden.
Nach der Vorstellung der Neuausrichtung folgte ein wissenschaftliches Update unter anderem zu  mikrobiellen Aspekten bei Hyaluronsäuren mit Prof. Dr. med. Brigitte König, Leipzig, sowie neue Behandlungsempfehlungen bei Falten und Cutis laxa periorbital mit Prof. Dr. medic. Alina Fratila, Bonn. Die abschließenden Live-Behandlungen standen unter dem Motto des „Full-Face-Approaches“. Gezeigt wurde eine Halsbehandlung mittels Skin Boosting von Dr. med. Robert Birk, Nürnberg, eine Kombinationsbehandlung aus Fadenlift und Hyaluonsäure mit Dr. med. Gabi Feller-Heppt, Baden-Baden, und Raniah Bogari, Berlin, sowie eine Möglichkeit der Vorbehandlung mittels LDM (Lokale Dynamische Mikromassage).


Laserinnovationspreis 2015


Im Rahmen des Kongresses wurde auch in diesem Jahr der mit 3.000 Euro dotierte DDL-Laser-Innovationspreis vergeben. Er ging an Prof. Dr. med. Jens Malte Baron, Aachen, für seine Arbeit „Characterization of a novel standardized human three-dimensional skin wound healing model using non-sequential fractional ultrapulsed CO2 laser treatments“.                            js

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