Abwechslungsreiches Programm der DDL

Laser-Jahrestagung Von A wie „Aminolaevulinsäure-Applikation“ bis Z wie „Zauberwort Laser – was ist rechtens?“ reichen die Vortragsthemen bei der DDL-Jahrestagung in Schwerin. Hier ein erster Themenabriss.

Ausrichtungsort der DDL-Jahrestagung ist diesmal das schöne Schwerin, die Stadt der – je nach Zählung – sieben oder auch zwölf Seen.
Ausrichtungsort der DDL-Jahrestagung ist diesmal das schöne Schwerin, die Stadt der – je nach Zählung – sieben oder auch zwölf Seen.

Besser durch die Haut: laser-assisted drug delivery
Ein zentrales Thema ist die Einschleusung von Medikamenten und Cosmeceuticals. Mit der kontrollierten Poration der Epidermis mittels fraktionierten ablativen Lasern gewinnt die transdermale Applikation von Wirkstoffen an Bedeutung: von Aminolaevulinsäure ALA über Kortison bis hin zum Lokalanästhetikum. Prof. Dr. med. Uwe Paasch, Leipzig, wird zum Auftakt der Tagung am Freitag einen Überblick geben, welche Medikamente heute bereits standardisiert nach fraktionierter Ablation transdermal appliziert werden können (Laser-assisted drug delivery – State of the art, Freitag, 15.6.2018, 15:00 Uhr).
Im Anschluss verrät Dr. med. ­Michael J. Weidmann, Augsburg, wie man diese Technik zur Stimulation des Bindegewebes nutzen kann und mit welcher Kombination Faltenglättung am besten gelingt (Moderne Kombination zur Faltentherapie und Verbesserung der Hautstruktur, Freitag, 15.6.2018, 15:15 Uhr).
Prof. Dr. med. Peter Arne Gerber, Düsseldorf, hat die Einschleusung von ALA bei der Photodynamischen Therapie (PDT) modifiziert und konnte durch Beschränkung der laser-assisted drug delivery, je nach Ausmaß des aktinischen Schadens, die Nebenwirkungen deutlich reduzieren (Power-PDT und LIFT mit Lampe oder Tageslicht, Freitag, 15.6.2018, 15:30 Uhr).
Ein Vortrag aus der Industrieausstellung nimmt ebenfalls Bezug auf diese Technik: Für die Firma ­Lutronic Medical Systems berichtet Dr. med. Konstatin Feise, Stuttgart, über die Einschleusung von Cosmeceuticals (Modern drug delivery, Samstag, 16.6.2018, 10:15 Uhr).


Schmerzmanagement und mehr


„Wie gelingt die Schmerzreduktion bei der PDT?“, fragt Dr. med. Karin Kunzi-Rapp, Neu-Ulm, am Freitag, 15.6.2018, 16:45 Uhr.
„Wie lässt sich durch Laserlicht Haarwuchs gezielt stimulieren?“ ist das Thema von Dr. med. ­Siegfried Möller, Wiesbaden, am Freitag, 15.6.2018, 17:15 Uhr.
Zu wenig bekannt ist auch die gute Wirkung der von PD Dr. med. ­Katharina Herberger, Hamburg, vorgestellten Photo-Epilation in der Therapie der Acne inversa. Hier gewinnt die Differenzialtherapie nach Zulassung diverser Biologika neue Bedeutung (Acne inversa und Steißbeinfistel – Nutzen der Epilation im Theapiemanagement, Samstag, 16.6.2018, 16:15 Uhr).


Im Wandel der Zeit


Lasertherapie ist – wie die gesamte Medizin – immer im Fluss. Vor diesem Hintergrund berichten erfahrene Experten, welche Behandlungen sie heute anders durchführen als früher und warum.
„Was ist zum Beispiel aus dem Hype der Laserbehandlung der Nagelmykose geworden?“, fragt Paasch (Laser und Onychomykose heute? Samstag, 16.6.2018, 9:00 Uhr).
Nach vielen Jahrzehnten kristallisiert sich heraus, welche Narbe wir wie behandeln müssen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten, erklärt Weidmann (Stadiengerechte Therapie von Narben und Keloiden, Samstag, 16.6.2018, 9:15 Uhr).
Bei der Behandlung von Tätowierungen bedingen neue Methoden und die Nanosekundentechnologie jetzt Änderungen der Therapie, konstatiert Dr. med. Michael ­Seeber, Hamburg. (Behandle ich Tattoos heute anders als früher? Samstag, 16.6.2018, 9:30 Uhr).
In einem Vortrag aus der Industrieausstellung berichtet Dr. med. Gerd Kautz, Konz, über den Wandel der IPL-Technologie (20 Jahre Erfahrung mit der IPL-Technologie, ­Ellipse GmbH, Samstag, 16.6.2018, 9:45 Uhr). Inwieweit neue Erkenntnisse zur Entstehung von Melasma dessen Laser- oder IPL-Behandlung verändern könnten, berichtet PD Dr. med. Thomas Jansen, Düsseldorf (Melasma: Neue Erkenntnisse zur Entstehung – Auswirkung auf die Laser- u. IPL-Therapie? Freitag, 15.6.2018, 17:00 Uhr).


Alles recht(ens)?


Wer darf in Deutschland hinter dem Lasergerät stehen und damit behandeln? Diese Frage sollte schon längst durch die Politiker geklärt werden – doch scheint der Hang, sich mit dem Zauberwort „Laser“ mehr Kundschaft zu erwerben, heute größer denn je. Dr. med. ­Kirsten Kramer, Nürnberg, berichtet über Entwicklungen in der laufenden Rechtsprechung und deren Einfluss auf die Verwaltung (Laser-
anwendung durch Laien – ständige Rechtsprechung und aktuelle Verwaltungsverfahren, Samstag, 16.6.2018, 14:30 Uhr).                                                                                                             rdf

Back to the roots

Prof. Dr. med. Michael Drosner (Foto: DDL)
Prof. Dr. med. Michael Drosner (Foto: DDL)

Abgesehen davon, dass von allen Seiten über zu viele parallele Fortbildungsveranstaltungen geklagt wird, kann man in unserem Fachgebiet eine Uniformierung der Tagungen beobachten: Egal, ob Frankenthal, München oder Berlin, es wird eine breite Fortbildungspalette geboten, um möglichst viele Aussteller (zum Beispiel für Laser, Filler oder Biologics) und noch mehr Besucher anzulocken. Quantität geht vor Qualität – die Besucher hören oftmals die gleichen Vorträge, die meisten sind mit kommerziellen Interessen verknüpft … Solche Fortbildungen dienen letztlich nur den Organisatoren.
Auch die Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL e. V.) hatte diesen Verlauf genommen, der jedoch mehr und mehr Mitgliedern missfällt. Also hat der Vorstand zusammen mit dem Tagungspräsidenten, Herrn Prof. Dr. med. Michael Drosner, beschlossen, die inzwischen 27. Jahrestagung wieder mehr auf das Kernthema Laser und Energy-based devices EBD zu fokussieren: back to the roots!
Zudem wollen die Organisatoren – Frau Becker von CAS und Familie Drosner – die Interaktion mit den ausstellenden Firmen verbessern. Der Kongressbesucher muss nun nicht mehr zwischen mehreren Parallelveranstaltungen wählen, sondern hört im Plenarsaal abwechselnd freie (nicht-gesponserte) Vorträge und gesponserte „News aus der Industrieausstellung“. Erstmals haben die teilnehmenden Firmen also Gelegenheit, ihre Innovationen dem gesamten Plenum der Teilnehmer vorzustellen. Die Vortragszeiten sind mit 15 Minuten reichlich bemessen und erlauben eine kontroverse Diskussion zu jedem Thema. Weitere Details können Interessierte dann bei der jeweiligen Firma in der Ausstellung erfahren.
Nach anfänglichem Zögern sind jetzt, sechs Wochen vor Tagungsbeginn, nahezu alle Vortragszeiten für gesponserte Vorträge gebucht, das Programm ist schon seit Februar im Internet einsehbar

(www.ddl-jahrestagung.de).

Kontakt:

Prof. Dr. med. Michael Drosner
Hautarzt, Allergologe, Phlebologe,
D.A.L.M.
Haut und Laser Schwerin,
www.hlzs.de,

Tel.: 0385-34366800, sowie
Haut und Laser Rostock,
www.hlzr.de,

Tel.: 0385-34366820

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