Praxis für Operative Lymphologie

Heilung für Lipödem-Patientinnen

Mitte Mai wurde die Praxis für Operative Lymphologie am St. Hildegardis Krankenhaus in Köln eröffnet.

Foto: Spiering
Die Praxisgründer bei der Eröffnung: Prof. (Univ. Puebla) Dr. med. Manuel E. Cornely und Dr. med. Matthias Gensior

Durch gezielte Forschung ist in den vergangenen Jahren eine neue, spezielle Behandlungsform für das Lipödem entstanden: die Operative Lymphologie. Mit der 2005 patentierten Lymphologischen Liposculpture nach Prof. Cornely™ existiert eine Methode, die Patienten in 98 Prozent der Fälle dauerhafte Heilung verschafft (Kölner Lipödemstudie von 2012). Seit vielen Jahren wenden Prof. (Univ. Puebla) Dr. med. Manuel E. Cornely und Dr. med. Matthias Gensior diese Methode erfolgreich zur Heilung von Lipödem-Patientinnen an. Als das Aufkommen lymphologisch erkrankter Patienten in ihren Praxen in Düsseldorf und Korschenbroich immer weiter wuchs, wurde den beiden Lymphologen klar, dass sich bei der Versorgung der Betroffenen etwas ändern musste. 2013 beschlossen sie, ihre Kompetenz unter einem Dach zu bündeln und damit für Patientinnen eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen. Schnell fanden sie mit dem Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln das passende Umfeld und konnten bereits im Januar 2014 ihre Arbeit in der CG LYMPHA, Praxis für Operative Lymphologie am St. Hildegardis Krankenhaus, aufnehmen.

Am 16. Mai feierten die Klinikleiter nun den erfolgreichen Start der Praxis mit einem offiziellen Eröffnungsempfang. Zu den rund 80 geladenen Gästen zählten Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln sowie Prof. Dr. med. Wolfgang Christian Marsch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Halle (Saale) und Erstbeschreiber der Pathophysiologie des Lipödems. Scho-Antwerpes würdigte die Praxis als Beitrag für den Gesundheitsstandort Köln, vor allem aber als Gewinn für Betroffene in ganz Deutschland. In ihrer Rede unterstrich sie die Brisanz des Themas: „Wenn man sich klarmacht, dass etwa jede zehnte Frau betroffen ist, so haben wir es allein in Köln mit gut 40.000 Lipödem-Patientinnen zu tun.“ Der Bedarf an einem Fachzentrum für Operative Lymphologie besteht ganz offensichtlich: Seitdem die CG LYMPHA im Januar ihren Betrieb aufnahm, konnten hier bereits rund 300 weibliche Patienten behandelt werden. Und die Patienten kommen schon jetzt aus ganz Deutschland und darüber hinaus. „Unsere am weitesten gereiste Patientin lebt in Südafrika“, erläuterte Cornely, „Anfragen kommen aber auch aus den USA oder Australien.“

Angesichts dieser starken Nachfrage zeigte sich Gensior in seiner Eröffnungsrede besonders erfreut über die Geschwindigkeit, mit der die Praxis ihre Arbeit aufnehmen konnte. Mit „Es funktioniert!“, brachte der Geschäftsführer seine Begeisterung darüber auf den Punkt. Besonders betonte er die Reibungslosigkeit, mit der die Kooperation mit dem Malteser Krankenhaus eingegangen werden konnte. „Dass zwischen der ersten Besprechung der Kooperationspartner und der Inbetriebnahme nur etwa ein halbes Jahr lag, ist absolut ungewöhnlich und für unsere Patientinnen ein Glücksfall“, so Gensior. Karl-Ferdinand von Fürstenberg, Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses, hieß seinerseits das Team der neuen Praxis willkommen und betonte, dass die Operative Lymphologie eine gute Ergänzung zum Leistungsspektrum seines Hauses darstelle.

Nach dem erfolgreichen Auftakt stellen sich die Geschäftsführer nun auf viel Arbeit in der Praxis für Operative Lymphologie ein. Perspektivisch sollen etwa 350 Patientinnen pro Jahr in der CG LYMPHA operiert werden.

 

 

Weitere Informationen:

www.cg-lympha.de

www.facebook.com/cglympha

 

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