Allergiezentrum der MHH als Comprehensive Allergy Center zertifiziert

Gebündelte Kompetenz

Das interdisziplinäre Allergiezentrum der Medizinischen Hochschule Hannover MHH als gemeinsame Anlaufstelle für Patienten und Fachärzte wurde Mitte Februar als Comprehensive Allergy Center (CAC) zertifiziert.

Die Übergabe des Zertifikats (v. l.): Prof. Dr. med, Torsten Zuberbier, Prof. Dr. med. Bettina Wedi, Prof. Dr. med. Christopher Baum und Prof. Dr. med. Margitta Worm (Foto: MHH)
Die Übergabe des Zertifikats (v. l.): Prof. Dr. med, Torsten Zuberbier, Prof. Dr. med. Bettina Wedi, Prof. Dr. med. Christopher Baum und Prof. Dr. med. Margitta Worm (Foto: MHH)

Allergien nehmen weltweit stark zu. In Deutschland leidet jeder zweite bis dritte Erwachsene unter einer Allergie. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat seit vielen Jahren eine Spitzenposition in der Versorgung betroffener Patienten und in der Allergieforschung inne. Bereits seit 2011 gibt es das interdisziplinäre Allergiezentrum der MHH als gemeinsame Anlaufstelle für Patienten und Fachärzte. Jetzt wurde die Einrichtung als Comprehensive Allergy Center (CAC) zertifiziert.

 

Sehr hohe Qualität der Versorgungsangebote

 

 Das Zentrum konnte die Gutachter vor allem durch die sehr hohe Qualität der Versorgungsangebote, der Vernetzung und der interdisziplinären Zusammenarbeit sowohl in der Klinik als auch in der translationalen Allergieforschung überzeugen. Das Zertifikat wird von den medizinischen Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie e. V. (DGAKI), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) gemeinsam vergeben.

Es gibt viele verschiedene Formen und Ausprägungen von Allergien. Am häufigsten treten allergischer Schnupfen, Nahrungsmittelallergien, Kontaktallergien und verschiedene Ekzeme auf. Potenziell lebensbedrohlich sind Insektengiftallergien, bestimmte Nahrungsmittelallergien, Medikamentenallergien, aber auch das unkontrollierte allergische Asthma. Viele Betroffene sind in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt, finden aber nicht den Weg zu einem Allergologen, sodass durch die Selbst- oder Nichtbehandlung Folgeschäden auftreten können. „So entwickeln beispielsweise mehr als 40 Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen innerhalb von acht Jahren ein allergisches Asthma“, berichtet Prof. Dr. med. Bettina Wedi, Vorstandsvorsitzende des MHH-Allergiezentrums und Oberärztin in der MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie.

In die Behandlung von Allergien sind viele medizinische Fachrichtungen involviert. Dementsprechend gehören dem Comprehensive Allergy Center der MHH neun verschiedene Fachkliniken und Institute an.

Unter dem Dach des CAC ist deren gesamte Kompetenz gebündelt. „Das Zertifikat bescheinigt unserem Zentrum die bestmögliche Qualität in der universitären Krankenversorgung für Allergiepatienten“, erklärt Wedi. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Kliniken und Institute ermöglicht eine optimale Behandlung, da Allergien häufig verschiedene Organe betreffen, beispielsweise die Haut, die oberen Atemwege, die Lunge, den Magen-Darm-Trakt und das Kreislaufsystem.“ Die Patienten erhalten eine fächerübergreifende Behandlung nach aktuellen Leitlinien und nach neuestem Forschungsstand – hier fließen auch MHH-eigene Forschungsergebnisse ein. Besonders Patienten mit komplexen und schweren Allergien, bei denen eine teil- oder vollstationäre Diagnostik und Therapie erforderlich ist, profitieren davon.

 

Weitere Informationen über das Allergiezentrum erhalten Sie unter www.mh-hannover.de/az-mhh.html und bei Prof. Dr. med. Bettina Wedi, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, Telefon (0511) 532-7673.

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